Handlungsfeld II Jugendarbeit
Motivation
Wir machen uns Sorgen um die lebendige Jugendarbeit in der Seelsorgeeinheit Nördlicher Kaiserstuhl. Diese ist in den verschiedenen Gemeinden eigenständig und unterschiedlich organisiert. In der Jugendarbeit sind deutliche Veränderungen zu spüren. Unter anderem ist hier die geringere Zahl an Kindern und Jugendlichen zu nennen, der allgemeine Wandel in der Bildungslandschaft, der religiöse Be- und Vollzug und religiöses Grundwissen sind nicht mehr selbstverständlich. Hinzu kommen verschärfte Anforderungen an die Jugendarbeit selbst, wie zum Beispiel die Vorgaben zu grenzachtendem Umgang, Finanzen und Datenschutz.
Dabei kann die hauptamtliche Begleitung nicht in notwendigem Maß wahrgenommen werden. Jugendarbeit wird mehr und mehr diakonische Aufgabe. Das Handlungsfeld Jugendarbeit will in dieser Situation Voraussetzungen schaffen, damit es ein verlässliches zukunftsfähiges Angebot kirchlicher Jugendarbeit gibt. Wo möglich in den Gemeinden vor Ort, wo nötig in Zusammenarbeit einzelner Gemeinden.
Dabei kann die hauptamtliche Begleitung nicht in notwendigem Maß wahrgenommen werden. Jugendarbeit wird mehr und mehr diakonische Aufgabe. Das Handlungsfeld Jugendarbeit will in dieser Situation Voraussetzungen schaffen, damit es ein verlässliches zukunftsfähiges Angebot kirchlicher Jugendarbeit gibt. Wo möglich in den Gemeinden vor Ort, wo nötig in Zusammenarbeit einzelner Gemeinden.
Ziele
Bis zum Sommer 2022 ist die haupt- und ehrenamtliche Begleitung kirchlicher Jugendgruppen gesichert. In der Arbeit mit bestehenden Gruppen ist ein christlich-geistlicher Schwerpunkt gesetzt. Der Pfarrgemeinderat ist dabei über den Umfang und den Zustand der Jugendarbeit aktuell informiert.
Maßnahmen
- Der Pfarrgemeinderat beruft einen Arbeitskreis „Jugendarbeit“ bis zum September 2020 und berät im Vorfeld über dessen Zusammensetzung. Vorgeschlagen werden ein hauptamtlicher Vertreter, drei Pfarrgemeinderäte (darunter ein Stiftungsrat) und je ein*e Vertreter*
in aus jeder Leiterrunde der Jugendgruppen. - Der Arbeitskreis „Jugendarbeit“ erstellt eine Bestandsaufnahme aller kirchlichen Jugendgruppen der Seelsorgeeinheit. Jede Gruppe wird bis zum Januar 2021 besucht und anhand eines Fragebogens auf das Angebot und der Bedürfnisse interviewt. Es sind dabei auch die Erfahrungen der Eltern zu berücksichtigen. Die Ergebnisse werden dokumentiert und im März 2021 im Pfarrgemeinderat vorgestellt.
- Bis Schuljahresbeginn 2021 wird eine Fachkraft für Jugendarbeit mit 50% hauptamtlich eingestellt. Sie hat eine Ausbildung/ Studium in sozialer Arbeit, Religionspädagogik oder eine ähnliche Qualifikation. Der Stiftungsrat klärt in Absprache mit dem Dekanat und dem Ordinariat die Finanzierung und prüft dabei die Möglichkeit einer Teilfinanzierung durch Drittmittel. Der Arbeitskreis „Jugendarbeit“ erstellt mit dem leitenden Pfarrer unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Bestandsaufnahme die Aufgaben, das Stellenprofil und die Zusammenarbeit in der Seelsorgeeinheit. Für die Umsetzung der Maßnahme ist der Arbeitskreis „Jugendarbeit“ zuständig.
- Für eine ehrenamtliche Begleitung der Jugendgruppen werden in den Gemeinden der Seelsorgeeinheit Personen (v.a. ehemalige Leiter*innen) in den Blick genommen, die für eine solche Aufgabe in Frage kommen. Diese Personen sind – wo möglich – bis zu den Sommerferien 2021 gefunden. Die Art und Weise der Begleitung sowie der notwendige Bedarf an Unterstützung und Begleitung wird von der Jugendgruppe, dem Zuständigen im Hauptamt und der ehrenamtlichen Person geklärt. Für die Umsetzung ist der Arbeitskreis „Jugendarbeit“ in Kooperation mit den Hauptamtlichen und den Gemeindeteams vor Ort bis zu den Sommerferien 2022 zuständig. Im Herbst 2022 werden erste Erfahrungen ausgewertet.
- Der für die Jugendarbeit verantwortliche Hauptamtliche organisiert ein Mal im Jahr für die Leiterrunden jeder Ministrantengruppen ein attraktives Angebot, welches die Teilnehmenden im persönlichen Glaubensleben stärkt und weiterbringt. Diese Maßnahme beginnt im Jahr 2020.
