St. Michaelskapelle
Die ursprüngliche St. Michaelskapelle geht wohl zurück in die Zeit der Christianisierung dieser Gegend. Im Jahre 971 wird sie erstmals genannt. Als Herzog Bertold IV v. Zähringen um die Mitte des 12. Jahrhunderts hier oben eine Burg errichtete wurde sie Burgkapelle, von welcher das schöne gotische Chörlein noch Zeugnis ablegt. Die Burg, später Wohnsitz der Herren von Üsenberg, zerfiel gegen Ende des 14. Jahrhunderts. Auf ihren Trümmern erstand bald diese Wallfahrtskapelle, welche, von einem Waldbruder betreut, Jahrhunderte hindurch von nah und fern besucht wurde. Von den Verwüstungen des 30-jährigen Kriegs wieder hergestellt erhielt sie die gegenwärtige Gestalt.
(Text von Pfarrer Dr. Futterer, zu lesen auf einer Tafel am Seiteneingang der Kapelle)
(Text von Pfarrer Dr. Futterer, zu lesen auf einer Tafel am Seiteneingang der Kapelle)
Die Michaelskapelle in Riegel am Kaiserstuhl ist das Wahrzeichen der Gemeinde. Im Jahr 969 n. Chr. wird das Kirchle erstmals in einer Urkunde des Klosters Einsiedeln in der heutigen Schweiz genannt. Im 12. Jahrhundert war die Michaelskapelle auch Burgkapelle und wurde in die damalige Festung integriert. Nach der Zerstörung der Burg im 14. Jahrhundert entstand im 15. Jahrhunderts das heutige Aussehen der Kapelle mit dem spätgotischen Chor. Im 18. Jahrhundert war der Michaelsberg und seine Kapelle Kegel ein beliebter Wallfahrtsort. Seit dem 19. Jahrhundert bietet der Hofgarten neben der Kapelle einen herrlichen Rundblick über die roten Dächer der ehemaligen Riegeler Brauerei, nach Nordosten auf den nördlichen Breisgau bei Kenzingen und Herbolzheim sowie Hecklingen mit der Burg Lichteneck, nach Südwesten zum Katherinenberg, im Osten zum 1243 Meter hohen Kandel und im Westen zu den Vogesen.

